Üben Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im truppweisen Vorgehen auf „mechanische Art“: Mitglieder der Dienstagsgruppe.
Wer am 9. Juni gegen 20 Uhr am Osterfeuerplatz „Am Breiten Baum“ am Kommunalweg Richtung Hattorf langgekommen ist, wird sich vielleicht verwundert die Augen gerieben haben. Denn ausgerechnet Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen hantierten dort mit einem Gasbrenner und setzten auch noch Strohbunde in Brand. Warum dort überhaupt Stroh rumlag und warum dieses angezündet wurde erklären wir in diesem Artikel!
Ein Beispiel neu beschaffter Ausrüstung: einer von insgesamt zwei Löschrucksäcken mit einer Füllhöhe von ca. 19 Litern.
Bereits seit einigen Jahren lag der Fokus des Kommandos bei der Anschaffung neuer Materialien auf dem Thema „Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung“ – ein Punkt, welcher durch die vermehrten trockenen Jahre immer mehr an Bedeutung gewann. So wurden neben einem Faltbehälter für Löschwasser auch Löschrucksäcke, D-Schlauchmaterial sowie spezielle Waldbrandhacken angeschafft. Besonders hervorzuheben ist hier das Engagement der Firma Rump & Salzmann aus Uehrde, die einen wesentlichen Teil der Anschaffungen gesponsert haben. Wir hatten bereits darüber berichtet.
„Feuer Marsch“.
Die Dienstagsgruppe unter fachkundiger Anleitung von Gruppenführer Jannik Loch und Vize-Ortsbrandmeister Niklas Buchwald machte sich nun, sozusagen am lebenden Objekt, mit den verschiedenen Werkzeugen und Löschpraktiken vertraut. Dazu wurden die von Feuerwehrkamerad Patrick Großkopf bereitgestellten Strohbunde auf dem Osterfeuerplatz ausgestreut, verteilt und angezündet. Natürlich fand vorher eine Abstimmung mit der Leitstelle in Göttingen, der Feldmark, der Forst und den Jägern statt, die über das offene Feuer und die damit verbundene Rauchentwicklung informiert wurden.
Faltbehälter und Tragkraftspritze werden in Stellung gebracht.Das KLF befüllt den Faltbehälter mit 500 Liter Löschwasser, die TS speist die Schlauchleitung.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Integration des neuen Mehrzweckfahrzeugs MZF in die Löschwasserlogistik. Der auf dem Uehrder Kleinlöschfahrzeug KLF verlastete 3.000-Liter-Faltbehälter kann nun dank der auf einem Rollcontainer verlasteten Tragkraftspritze TS 8/8 des MZF geleert werden. Das KLF kann nun flexibler eingesetzt werden, z.B. als wasserführendes Fahrzeug für den Pendelverkehr, als zwischengeschaltete Förderpumpe in einer längeren Schlauchleitung oder direkt an der Einsatzstelle.
Feuerpatschen, „Gorgui“-Hacken und Löschrucksäcke – zusammen eine perfekte Mischung zum effektiven Bekämpfen von kleineren Bränden.Bereits mit wenigen Handgriffen konnten die Flammen bekämpft werden.
Hauptaugenmerk lag aber auf der richtigen Anwendung der verschiedenen Gerätschaften zur Brandbekämpfung. So wurden die Löschrucksäcke intensiv genutzt, der richtige Umgang mit der guten alten Feuerpatsche geübt und erstmalig auch die sogenannten „Gorgui“-Hacken verwendet. Hierbei handelt es sich um eine Kombination verschiedener Werkzeuge, damit kann man hacken, den Boden abziehen, graben und wenn nötig auch irgendwas abschlagen. Diese vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen das Werkzeug sehr flexibel einsetzbar, man kann Schneisen in den Boden ziehen oder Glutnester freilegen, welche dann gezielt mit Wasser z.B. aus einem Löschrucksack, aus einem D-Strahlrohr oder mit der Feuerpatsche bekämpft werden können. Großer Vorteil ist der jeweils geringe bis gar nicht vorhandene Verbrauch von Löschwasser, welches bei derartigen Bränden zumeist nicht in „Hülle und Fülle“ zur Verfügung steht.
Eine der neuen „Gorgui“-Hacken – deutlich zu sehen sind die verschiedenen Seitenarten. (Foto: Frank Dernedde)Der Blick durch die Wärmebildkamera offenbart offensichtliches, aber auch verstecktes!
Ein weiteres Hilfsmittel ist die Wärmebildkamera. Mit ihr kann man gezielt den Boden auf Glutnester absuchen, die z.B. im Unterholz nicht direkt ersichtlich sind. Auch nach Beendigung der Ausbildungseinheit wurde der Boden abgesucht, damit es nicht doch noch zu einem Schadenfeuer kam. Unabhängig davon wurde sowieso nochmal die genutzte Fläche großzügig mit Wasser benetzt.
Also: auch die Feuerwehr muss ab und zu mal einen Brand legen um effektiv und realitätsnah üben zu können, natürlich unter Beachtung sämtlicher Auflagen.
Anbei noch einige Fotos dieses sehr gelungenen Dienstabends der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen!
KLF und MZF als Ausstellungsstücke beim Tag der Retter.
Am 30. Mai lud die Ortsfeuerwehr Osterode wiederholt zum „Tag der Retter“. Hier präsentierten sich nahezu alle Mitglieder der Blaulichtfamilie und vieler anderer Hilfsorganisationen dem interessierten Publikum. Auch die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen war erneut vertreten. In diesem Jahr stellten wir das Kleinlöschfahrzeug KLF der Löschgruppe Uehrde sowie das neue Mehrzweckfahrzeug MZF aus. Besonders der Crafter fiel vielen Besuchern ins Auge und gerne nahmen die Kameradinnen und Kameraden sich Zeit, Sinn und Zweck dieses Fahrzeuges zu erklären.
Vielen Dank an das Organisationsteam der Ortsfeuerwehr Osterode, die uns erneut zu dieser gelungenen Veranstaltung eingeladen haben.
Unter nachfolgenden Links gibt es weiterführende Berichte und viele Fotos:
Freuen sich über das neue Mehrzweckfahrzeug: Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader, Ortsvorsteher und Löschgruppenführer Uehrde Martin Brünig, Bürgermeister Jens Augat, ehem. Vize-Ortsbrandmeister Lars Göldner sowie Vize-Ortsbrandmeister Niklas Buchwald – an Himmelfahrt wurde das neue Fahrzeug erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Erinnern wir uns an die letztjährige Himmelfahrtsfeier am Feuerwehrgerätehaus, dann werden uns sicher schnell herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen ins Gedächtnis kommen. In diesem Jahr meinte es der Wettergott nicht ganz so gut mit uns. Zwar zeigte sich das Wetter besser als angekündigt, einige Schauer sowie eine gewisse „Maikühle“ bestimmten dann aber doch den Tag. Doch davon ließen sich sowohl die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr sowie viele Gäste, nicht nur aus Schwiegershausen, abhalten. Dank der Pavillons sowohl Zelt und Schirmen konnten ausreichend Sitzmöglichkeiten im Trockenen aufgebaut werden. Diese waren auch zu fast allen Zeiten gut ausgelastet. Leidtragend waren dagegen die Kinder: aufgrund des Wetters konnte keine Hüpfburg aufgebaut werden.
Wusste wie jedes Jahr mit launigen Worten in seiner Predigt zu überzeugen: Pastor Stefan Schmidt.
Der Himmelfahrtstag begann wie gewohnt mit einer Andacht durch Pastor Schmidt, unterstützt durch den Feuerwehrmusikzug, der auch die weitere musikalische Unterhaltung der Tagesveranstaltung übernahm.
Unterstützend tatkräftig: die Damen des Roten Kreuzes.
Ein großes Dankeschön geht an den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes: das Team um Silvia Waldmann übernahm den Kuchen- und Kaffeeverkauf und half in der Küche. Mit viel „Womenpower“ haben sie großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung der Himmelfahrtsfeier!
Erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich: das neue Mehrzweckfahrzeug (MZF).
Das unlängst ersatzbeschaffte neue MZF konnte erstmals der Bevölkerung vorgestellt werden. Ein ausführlicher Bericht über die Neuanschaffung wird demnächst auf unserer Webseite erscheinen.
Vielen Dank sagen wir allen Helferinnen und Helfern sowohl allen Besucherinnen und Besuchern, die den wetterbedingt durchwachsenden Tag dennoch zu einem Erfolg gemacht haben!
Zwei Einsatzkräfte auf dem Weg ins Feuerwehrhaus: da noch Restdrücke in den Flaschen waren, wurden diese per Fußmarsch durchs Dorf aufgebraucht.
Am 11. April wurden die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen gegen 15.30 Uhr durch die Digitalen Meldeempfänger aus ihrer Samstagnachmittagsroutine gerissen. Gemeldet wurden Hilferufe aus dem Kirchendach. Kurze Zeit später rückte das Löschgruppenfahrzeug LF 10 zur Kirche aus. Nach der Erkundung durch den Gruppenführer stellte sich die Lage schnell als Teil der diesjährigen Frühjahrsübung dar. Schnell wurde eine verunfallte Person, ein Dummy, im Bereich des Kirchturms ausfindig gemacht. Noch während der laufenden Rettung gab es dann erneut Alarm über Funk durch die Leitstelle: Rauchentwicklung und vermisste Person im Lehmkuhlenweg! Da nur ein Trupp und der Melder samt Schleifkorbtrage in den laufenden Einsatz gebunden waren, rückte das LF 10 wieder ab und übergab die Einsatzstelle an das zwischenzeitlich eingetroffene Mannschaftstransportfahrzeug. Auch das Kleinlöschfahrzeug KLF aus Uehrde fuhr den Einsatzort Kirchstraße an, da die Lage dort aber beherrschbar und nahezu abgearbeitet war rückte es sofort in den Lehmkuhlenweg nach.
Dort galt es den zweiten Teil der Frühjahrsübung abzuarbeiten. In einer Gartenhütte kam es zu einer starken Rauchentwicklung, überdies wurde eine Person vermisst. Sofort wurde die Menschenrettung durch den Angriffstrupp unter Atemschutz durchgeführt. Die Brandbekämpfung erfolgte dann über zwei C-Rohre. Nach „Feuer aus“ brachte ein weiterer Trupp den Hochdrucklüfter in Stellung. Somit war auch dieser Teil der Übung abgearbeitet.
Primäres Ziel der Frühjahrsübung war laut Ortsbrandmeister Kai Tostmann die Kommunikation der eingesetzten Einheiten untereinander mit der besonderen Herausforderung, zwei Einsatzlagen zur gleichen Zeit abarbeiten zu müssen. Bei der anschließenden Manöverkritik wurden dazu entsprechende Punkte angesprochen. Ortsbrandmeister Tostmann wie auch Stadtbrandmeister Lars Kreiter zeigten sich abschließend zufrieden mit dem Verlauf der Übung.
Damit endete eine einsatzreiche Woche für die Kameradinnen und Kameraden aus Schwiegershausen und Uehrde. Denn neben der Frühjahrsübung galt es auch zwei Hilfeleistungseinsätze abzuarbeiten.
Frei zugänglich und gut sichtbar: der neue Defibrillator am Feuerwehrgerätehaus Schwiegershausen.
Seit einigen Tagen hängt an der Außenwand des Schwiegershäuser Feuerwehrgerätehauses ein kleiner, silberner Kasten. In ihm ist ein sogenannter „Automatisierter Externer Defibrillator“ (AED), im Volksmund kurz „Defi“ genannt, installiert. Dieser ist frei zugänglich und kann dank einer direkt neben dem Kasten hängendem Tafel mit Bild- und Texterklärung schnell und unkompliziert von jeder und jedem verwendet werden. Ein weiterer AED befindet sich in der Mehrzweckhalle Schwiegershausen, dieser ist allerdings nicht rund um die Uhr zugänglich.
Wie geht´s? Steht alles auf der Tafel.
Im Falle eines plötzlichen Herzstillstands können Helferinnen und/oder Helfer nach Wählen des Notrufs selbst tätig werden. Durch die App „Region der Lebensretter“ werden auch einige Feuerwehrkameraden aus Schwiegershausen sofort von der Leitstelle in Göttingen alarmiert und können unterstützend dazu kommen bis der Rettungsdienst eintrifft. Hierüber haben wir bereits berichtet:
Sicherheitsbeauftragter Andre Schreiber notiert am Whiteboard die Gefahren bei Hochwasser.
Es ist ein geflügeltes Wort, was fast jede(r) kennt: „UVV macht heute blau!“
Mit „UVV“ sind die sogenannten Unfallverhütungsvorschriften gemeint, die nicht nur im Berufsleben ihre Daseinsberechtigungen haben sollten, sondern auch bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Dass die UVV bei uns nicht blau macht, beweist der Jahresbericht vom Sicherheitsbeauftragten Andre Schreiber für das Dienstjahr 2025. Dank umsichtigen Verhaltens aller Kameradinnen und Kameraden gab es keine meldepflichtigen Unfälle. Dies liegt sicher nicht zuletzt auch an der regelmäßigen Schulung zum Thema UVV, die an der Spitze des neuen Dienstjahres steht. In diesem Jahr fand dieser Dienst erstmals nicht in Anwesenheit der gesamten Einsatzabteilung statt, sondern beide Gruppen hielten ihn getrennt ab.
Die leere Folie der PP-Präsentation ist keine faule Absicht, sondern Animation zur Mitarbeit der Gruppe.
Das diesjährige Thema war „Sicherheit bei Extremwettereinsätzen“. Nach einem sehr anschaulichen Film der Feuerwehrunfallkasse (FUK) wurden diese in die drei Bereiche Hochwasser, Stürme und Vegetationsbrandbekämpfung unterteilt. Nun galt es, mögliche Szenarien zu jedem Bereich rauszuarbeiten, die verschiedenen Gefahren zu analysieren und vor allen Dingen auch herauszufinden, wie mit eben diesen Gefahren umzugehen ist.
Welche Szenarien gehören zu Unwettereinsätzen? Nachdem dies im Plenum besprochen wurde, veranschaulichte die PP-Präsentation dies noch einmal in Schrift und Bild.
Mittels PowerPoint-Präsentation und Whiteboard konnte der UVV-Dienst multimedial gestaltet und die Gruppen aktiv mit einbezogen werden. Unser Schulungsraum bietet dazu alle Möglichkeiten.
Der Dank geht an dieser Stelle an unseren Sicherheitsbeauftragten Andre Schreiber, der es wieder verstand einen interessanten Dienst zum Thema UVV anzubieten. Die Gruppenführer werden sicher einige Thematiken in ihre Dienste mit einbinden, auch in der Hoffnung, 2026 wieder als unfallfreies Jahr abschließen zu können.
Gruppenfoto mit Gästen: für ihre Leistungen wurden wieder viele Kameradinnen und Kameraden geehrt oder befördert.
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte Ortsbrandmeister Kai Tostmann nicht nur viele Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung begrüßen, sondern auch einige Gäste. Aus der Kommunalpolitik nahmen Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader und Uehrdes Ortsvorsteher Martin Brünig an der Versammlung teil. Auch Ehrenortsbürgermeister Helmut Kamper und der langjährige Ortsbürgermeister Wolfgang Wode konnten begrüßt werden. Die Stadt Osterode am Harz war durch Bürgermeister Jens Augat und Fachbereichsleiterin Thoskild Lätsch vertreten. Von Seiten der Feuerwehr kamen Osterodes Stadtbrandmeister Lars Kreiter und der stellv. Abschnittsleiter des Brandschutzabschnittes 3 des Landkreises Göttingen Markus Herzberg, zugleich 1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Osterode am Harz.
Bürgermeister Jens Augat
Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader
Stellv. Abschnittsleiter Markus Herzberg
In Ihren Grußworten dankten Bürgermeister Augat und Ortsbürgermeisterin Schrader der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen für die geleistete Arbeit im Jahr 2026. Augat konnte die Versammlung darüber informieren, dass die Stadt Osterode viel Geld in ihre Freiwillige Feuerwehr investiert, was u.a. durch den bevorstehenden Bau des gemeinsamen Gerätehauses der Ortswehren Förste und Nienstedt deutlich wird. Kathrin Schrader thematisierte den Großbrand der ehemaligen Gastwirtschaft „Zur Linde“ sowie die in Eigenregie durchgeführte Neuanschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges. Kamerad Markus Herzberg nahm erstmals an einer Versammlung in Schwiegershausen teil und sprach von aktuellen Themen die die Kreisfeuerwehr sowie den Kreisfeuerwehrverband betreffen. So konnte er betonen, dass der Bau der neuen FTZ bei Ebergötzen aktuell voll im Bau- und Kostenrahmen liegt.
Ortbrandmeister Kai Tostmann
In seinem Jahresbericht konnte Ortsbrandmeister Tostmann von einem arbeits- und einsatzintensiven Jahr sprechen. So habe man an Himmelfahrt das 130-jährige Bestehen feiern können. Arbeitsintensiv waren die Vorbereitungen rund um die Gründung des Feuerwehrvereins sowie die strategische Neuausrichtung des Fahrzeugparks.
Neu und alt: als Ersatz für das alte MZF wurde ein VW Crafter mit 400kg-Rampe im Heck beschafft, dieser wird z.Zt. zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. (Foto: Jonas Bierwirth)
Mit 61 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist die Einsatzabteilung derzeit gut aufgestellt. Hinzu kommen 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, 33 Kameraden in der Altersabteilung sowie 386 fördernde Mitglieder.
Neben 30 Diensten der Dienstagsgruppe und 12 Diensten der Mittwochsgruppe wurden viele weitere dienstliche und kameradschaftliche Treffen aller Abteilungen durchgeführt. Das Dienstbuch weist für 2025 insgesamt 273 Einträge aus.
Einer der größten Einsätze in der Geschichte der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen: Am 26. November 2025 brannte das ehemalige Gasthaus „Zur Linde“ in der Osteroder Straße. (Foto: Kathrin Schrader)
Die Einsatzstatistik weist 16 Einsätze auf. Diese gliedern sich in 3x überörtliche Brandeinsätze (Düna; Osterode [Netto]; Lerbach), 5x Brandeinsätze in Schwiegershausen (davon 3x „Zur Linde“) sowie 6x Hilfeleistungen und 2x Brandsicherheitswachen Osterfeuer Schwiegershausen und Uehrde.
Mit Blick auf den Großbrand „Zur Linde“ dankte der Ortsbrandmeister der Bevölkerung für die Unterstützung bei der Verpflegung und unterstrich den großen Zusammenhalt des Ortes.
Beisitzer Musikzug Marcel Sonntag
Jugendfeuerwehrwart Marlon Sonntag
Sicherheitsbeauftragter Andre Schreiber
Stadtbrandmeister Lars Kreiter
Kassenwartin Jessica Kamps
Der Feuerwehrmusikzug kann aktuell auf 22 Musikerinnen und Musiker zurückgreifen. 2025 absolvierten sie 43 Proben und 46 Auftritte.
Die Jugendfeuerwehr ist mit 16 Mitgliedern derzeit sehr gut aufgestellt. Näheres zum Jahresbericht von Jugendfeuerwehrwart Marlon Sonntag gibt es hier.
Dank umsichtigen Verhaltens aller Kameradinnen und Kameraden brauchte Sicherheitsbeauftragter Andre Schreiber keine meldepflichtigen Unfälle bearbeiten. Erfreulicherweise wurde eine G26-Erstuntersuchung erfolgreich durchgeführt. Diese Untersuchung ist der Grundstein für eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. In diesem Zusammenhang dankte der Sicherheitsbeauftragte dem Atemschutzgerätewart Patrick Großkopf für dessen geleistete Arbeit.
Aus Alt mach Neu: links das Schulterstück eines „Löschmeisters“, rechts die neue Ausführung „Brandmeister“ (Foto: Marcel Sonntag).
Stadtbrandmeister Lars Kreiter ging auf die Umstellung der Dienstgrade und der Dienstkleidung gemäß Novellierung der Niedersächsischen Feuerwehrverordnung ein. Während die Mannschaftsdienstgrade (Feuerwehrmann-Anwärter bis Erster Hauptfeuerwehrmann) gleich bleiben, gibt es die Laufbahn der „Löschmeister“ nicht mehr. Diese heißen jetzt „Brandmeister“. Aus den bisherigen Brandmeistern werden „Brandinspektoren“. Die Stadt Osterode hat die neuen Dienstgrade zum 1. Januar 2026 eingeführt, die neue Dienstkleidung soll mittelfristig folgen. Des Weiteren lieferte der Stadtbrandmeister Zahlen, Daten und Fakten aller 11 Ortswehren. Auch zu den Großbränden im Stadtgebiet, zu denen vermehrt auch die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen alarmiert wurde, nahm Kreiter Stellung.
Kurz und prägnant war wie immer der Kassenbericht von Jessica Kamps.
Musikalisch umrahmt wurde die Jahreshauptversammlung vom Feuerwehrmusikzug unter der Leitung von Thomas Jünemann, bis kurz nach Mitternacht sorgten die Musikerinnen und Musiker für den guten Ton. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Ganz traditionell gab es reichhaltige Stümpelteller und Brot. Aber auch selbstgemachter Kochkäse und „Mops-Fisch“ standen auf den Tischen.
Höhepunkt einer jeden Jahreshauptversammlung sind Ehrungen. Aber auch Wahlen und Ernennungen standen auf der Tagesordnung – hier die Übersicht:
Wahlen
Kassenprüferin Lara Mißling
Ernennung
Gruppenführer Dienstagsgruppe Jannik Loch
Ehrungen
25 Jahre aktiver Dienst – Niedersächsisches Ehrenzeichen Christoph Köhler und Jonas Bierwirth
25 Jahre aktive Mitgliedschaft im Musikzug Frederik Berner; Anna-Sophie Kreinacke; Bianca Wode; Melanie Wode; Steffi Wode; Bastian Strüver (nicht anwesend, Ehrung wird nachgeholt)
10 Jahre aktive Mitgliedschaft im Musikzug Manfred Fischer und Lothar Grüneberg (nicht anwesend, Ehrung wird nachgeholt)
Ehrungen für langjährige fördernde Mitgliedschaft Frederik Berner; Eckhard Bruchmann; Bernd Dunemann; Lothar Hildenbrand; Anna-Sophie Kreinacke; Andreas Losiak; Jürgen Großkopf; Michael Möglich; Oliver Piz; Bianca Wode; Nino Sachse; Bastian Strüver; Andreas Kreutz; Helmut Wode (jeweils 25 Jahre) Willi Bierwirth und Wolfgang Bode (jeweils 50 Jahre)
Beförderungen
Feuerwehrfrau / -mann (Beförderung aufgrund Teilnahme Lehrgang Qualifikationsstufe Einsatzfähigkeit [QS1]) Linna Göldner; Jannis Waldmann; Nele Wode; Robin Kasper (nicht anwesend, Beförderung wird nachgeholt)
Hauptfeuerwehrfrau (Beförderung aufgrund Teilnahme Lehrgang Truppführer) Kira Tostmann
Oberbrandmeister (neue Form) (Beförderung aufgrund Dienststellung Gruppenführer) Marcel Sonntag
Erster Hauptbrandmeister (neue Form) (Beförderung aufgrund Dienststellung stellv. Ortsbrandmeister) Niklas Buchwald (Beförderung aufgrund Dienstzeit) Frank Sonntag
Text: Marcel Sonntag Fotos: Julia Schröter; Kira Tostmann
Der neu gewählte Jugendfeuerwehrausschuss mit den Verantwortlichen der Wehr und Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader.
Am 24. Januar fand die jüngste Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Schwiegershausen statt. Jugendfeuerwehrwart Marlon Sonntag konnte neben einer gut vertretenen Jugendfeuerwehr auch viele Mitglieder des Kommandos sowie Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader begrüßen. Kathrin Schrader ließ es sich nicht nehmen, den Jugendlichen Dank für ihre engagierte Arbeit auszusprechen und ein paar süße Geschenke für die nächsten Dienstabende zu überreichen.
Routiniert und kurzweilig hielt Marlon Sonntag seinen ersten Jahresbericht als Jugendfeuerwehrwart. Er konnte berichten, dass der Mitgliederbestand von 10 am Anfang 2025 auf 16 zum 31. Dezember ausgebaut werden konnte. Bei der Abnahme der Jugendflammen 1+2 nahmen vier Jugendliche teil. Auch bei der Blaulichtmeile in Osterode sowie auf der Himmelfahrtsveranstaltung in Schwiegershausen waren die Jugendlichen präsent. Neben den wöchentlichen Diensten galt es noch, zusammen mit der Einsatzabteilung die Hydranten zu prüfen und, sozusagen als Abschluss des Dienstjahres den Getränkeverkauf beim Wintermarkt des Bürgervereins tatkräftig zu unterstützen. Abschließend dankte Marlon Sonntag seiner Stellvertreterin Lara Mißling für ihre gute Unterstützung in seinem ersten Jahr als Jugendfeuerwehrwart. Sein Dank galt weiter dem Betreuerteam um Finja Bierwirth, Julia Schröter und Patrick Großkopf sowie an Tobias Wode, der bei einigen Diensten das LF 10 bewegte. Sie alle erhielten ein Dankeschönpräsent. Ortsbrandmeister Kai Tostmann sparte ebenfalls nicht mit Worten der Anerkennung.
Bei den anschließenden Wahlen zum Jugendfeuerwehrausschuss wurden Jonas Schaad, Janne Wode, Yannik Meyer und Jonas Kummerow gewählt.
Zwei Überraschungen gab es dann zum Schluss: dank einer Spende der Spedition Obermann konnten hochwertige Trinkflaschen für alle Jugendlichen beschafft werden. Musikzugführer Wolfgang Wode überreichte einen gefüllten Umschlag als Dankeschön für den Zeltaufbau beim Sommerfest des Musikzuges.
Die Versammlung schloss mit einem gemeinsamen Hot-Dog-Essen. Erstmals fand die Versammlung im Feuerwehrgerätehaus Schwiegershausen statt.
Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen. Es folgt ein kleiner Jahresrückblick unter dem Motto: 12 Monate – 12 Bilder.
Januar
Die Drei von der Tankstelle? Nein, Ende einer Ära! Nach 24 Jahren gibt Lars Göldner (links) das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters an Niklas Buchwald (mittig) ab. Er übernimmt fortan mit Ortsbrandmeister Kai Tostmann (rechts) zusammen die Führung der Wehr.
Februar
Augsburger Puppenkiste statt Dienst? Nein, Ausbildung in Erster Hilfe! Der Eintritt in die Feuerwehr ist freiwillig, die stete Teilnahme am Ausbildungsdienst Pflicht. Regelmäßiges Fortbilden sichert die Einsatzbereitschaft der Wehr. Hier bilden sich die Kameradinnen und Kameraden der Dienstagsgruppe unter fachkundiger Anleitung von Philipp Bierwirth zum Thema Reanimation fort.
März
Marsmenschen in Schwiegershausen? Nein, nur Atemschutzgeräteträger! Warum marschieren die im Gänsemarsch durchs Dorf? Nach der Frühjahrsübung waren noch Restdrücke in den Atemluftflaschen. Also: Auf die Plätze, fertig, los!
April
Einsatz H1Y Tragehilfe RD Am Spritzenhaus 3? Nein, nur Vorführung der neuen Schleifkorbtrage. Bei einem Besuch kommunalpolitischer Mandatsträger demonstrierten die Kameraden den richtigen Umgang mit diesem Rettungsgerät.
Mai
Eröffnung einer Grillbude am Gerätehaus? Nein, wenngleich diese Kameraden sicher das Zeug dazu hätten. An Himmelfahrt konnte das 130-jährige Bestehen der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen gefeiert werden. Da darf die Bratwurst und das Steak nicht fehlen!
Juni
Neue Ausgehuniformen? Nein, zu sehen ist die Schützengesellschaft Schwiegershausen vor dem Abmarsch zum Festplatz beim Festwirt. Abgesichert durch Mannschaftstransportfahrzeug und Absperrkommando.
Juli
Neuer Fuhrpark? Nein, auch kein aktuelles Foto. Zwar war im Juli nicht weniger los als in den anderen Monaten, aber ein passendes Foto wurde nicht gemacht. Also ein Griff in die „digitale Zigarrenkiste“: Fuhrpark und Mannschaft 1995 vorm Feuerwehrgerätehaus.
August
Gehört die Kreismülldeponie zum Ausrückbereich Schwiegershausen? Nein, liegt noch nichtmal in der Schwiegershäuser Gemarkung. Auf Anforderung der Bereitschaftsführung nahm das Kleinlöschfahrzeug aus Uehrde mit einer Besatzung an der Kreisbereitschaftsübung auf der Kreismülldeponie in Hattorf teil.
September
Ufos in Schwiegershausen? Nein, nur eine Drohne. Diese sind nicht nur für fragwürdige Zwecke einsetzbar, sondern auch für richtig sinnvolle Zwecke. Die Drohenstaffel aus Bad Lauterberg war bei einem Dienst zu Besuch und demonstrierte eindrucksvoll ihr breites Einsatzspektrum.
Oktober
Jahreshauptversammlung ab sofort in der Sporthalle? Nein, erstens ist die immer im Januar und zweitens nicht in bayerischer Klamotte. Musik ist aber nahezu die Gleiche!
November
Moderne Sitzmöbel im Praxistest? Nein, nach fast 16 Stunden Einsatz beim Großbrand an der Osteroder Straße ist diesem Feuerwehrkameraden jedes Mittel Recht um sich mal hinzusetzen. Vier Einsätze in vier Tagen: der November bleibt in besonderer Erinnerung so mancher Einsatzkraft..
Dezember
Neues Auto? Ja! Noch wartet das neue Mehrzweckfahrzeug auf seinen Ausbau. Aber da ist es schonmal. Wir werden zu gegebener Zeit weiter zu unserem neuen Einsatzfahrzeug berichten.
Das war der Jahresrückblick 2025. Die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen wünscht allen Einwohnerinnen und Einwohner von Schwiegershausen alles Gute für 2026!
„Was ist bei einem Schornsteinbrand zu tun?“ – Leif Jacobi klärt auf.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende entgegen. Sowohl die Dienstags- als auch die Mittwochsgruppe hielten vor der Dienstpause noch je einen Dienstabend ab.
Auf Einladung von Gruppenführer Tobias Wode besuchte der für Schwiegershausen zuständige Bezirksschornsteinfegermeister Leif Jacobi die Kameradinnen und Kameraden der Mittwochsgruppe. Thema war der richtige Umgang mit einem Schornsteinbrand. Es wurde aufgezeigt, welche Ursachen zugrundeliegen können und welche Maßnahmen zu treffen sind. Fragen aus den Reihen der Teilnehmer konnte Leif Jacobi kompetent beantworten.
Rauchverschluss und Bockleiter – praktische Ausbilung am Gerät bei der Dienstagsgruppe.
Die Dienstagsgruppe übte den Umgang mit neuem Gerät. Zum Einen wurde der unlängst gespendete Rauchvorhang ausprobiert und die einsatztaktischen Grundsätze besprochen. Dann galt es das neu beschaffte Steckleiter-Verbindungsteil auszuprobieren. Mit diesem Gerät lässt sich aus der auf dem LF 10 verlasteten vierteiligen Steckleiter eine Bockleiter bauen. Auch hier wurden die Einsatzmöglichkeiten besprochen.
Der Ausbildungsbetrieb der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen beginnt im Februar 2026 mit den UVV-Unterweisungen. Danach nehmen die Gruppen den Dienstbetrieb wieder eigenständig auf.
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