Der neu gewählte Jugendfeuerwehrausschuss mit den Verantwortlichen der Wehr und Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader.
Am 24. Januar fand die jüngste Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Schwiegershausen statt. Jugendfeuerwehrwart Marlon Sonntag konnte neben einer gut vertretenen Jugendfeuerwehr auch viele Mitglieder des Kommandos sowie Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader begrüßen. Kathrin Schrader ließ es sich nicht nehmen, den Jugendlichen Dank für ihre engagierte Arbeit auszusprechen und ein paar süße Geschenke für die nächsten Dienstabende zu überreichen.
Routiniert und kurzweilig hielt Marlon Sonntag seinen ersten Jahresbericht als Jugendfeuerwehrwart. Er konnte berichten, dass der Mitgliederbestand von 10 am Anfang 2025 auf 16 zum 31. Dezember ausgebaut werden konnte. Bei der Abnahme der Jugendflammen 1+2 nahmen vier Jugendliche teil. Auch bei der Blaulichtmeile in Osterode sowie auf der Himmelfahrtsveranstaltung in Schwiegershausen waren die Jugendlichen präsent. Neben den wöchentlichen Diensten galt es noch, zusammen mit der Einsatzabteilung die Hydranten zu prüfen und, sozusagen als Abschluss des Dienstjahres den Getränkeverkauf beim Wintermarkt des Bürgervereins tatkräftig zu unterstützen. Abschließend dankte Marlon Sonntag seiner Stellvertreterin Lara Mißling für ihre gute Unterstützung in seinem ersten Jahr als Jugendfeuerwehrwart. Sein Dank galt weiter dem Betreuerteam um Finja Bierwirth, Julia Schröter und Patrick Großkopf sowie an Tobias Wode, der bei einigen Diensten das LF 10 bewegte. Sie alle erhielten ein Dankeschönpräsent. Ortsbrandmeister Kai Tostmann sparte ebenfalls nicht mit Worten der Anerkennung.
Bei den anschließenden Wahlen zum Jugendfeuerwehrausschuss wurden Jonas Schaad, Janne Wode, Yannik Meyer und Jonas Kummerow gewählt.
Zwei Überraschungen gab es dann zum Schluss: dank einer Spende der Spedition Obermann konnten hochwertige Trinkflaschen für alle Jugendlichen beschafft werden. Musikzugführer Wolfgang Wode überreichte einen gefüllten Umschlag als Dankeschön für den Zeltaufbau beim Sommerfest des Musikzuges.
Die Versammlung schloss mit einem gemeinsamen Hot-Dog-Essen. Erstmals fand die Versammlung im Feuerwehrgerätehaus Schwiegershausen statt.
Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen. Es folgt ein kleiner Jahresrückblick unter dem Motto: 12 Monate – 12 Bilder.
Januar
Die Drei von der Tankstelle? Nein, Ende einer Ära! Nach 24 Jahren gibt Lars Göldner (links) das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters an Niklas Buchwald (mittig) ab. Er übernimmt fortan mit Ortsbrandmeister Kai Tostmann (rechts) zusammen die Führung der Wehr.
Februar
Augsburger Puppenkiste statt Dienst? Nein, Ausbildung in Erster Hilfe! Der Eintritt in die Feuerwehr ist freiwillig, die stete Teilnahme am Ausbildungsdienst Pflicht. Regelmäßiges Fortbilden sichert die Einsatzbereitschaft der Wehr. Hier bilden sich die Kameradinnen und Kameraden der Dienstagsgruppe unter fachkundiger Anleitung von Philipp Bierwirth zum Thema Reanimation fort.
März
Marsmenschen in Schwiegershausen? Nein, nur Atemschutzgeräteträger! Warum marschieren die im Gänsemarsch durchs Dorf? Nach der Frühjahrsübung waren noch Restdrücke in den Atemluftflaschen. Also: Auf die Plätze, fertig, los!
April
Einsatz H1Y Tragehilfe RD Am Spritzenhaus 3? Nein, nur Vorführung der neuen Schleifkorbtrage. Bei einem Besuch kommunalpolitischer Mandatsträger demonstrierten die Kameraden den richtigen Umgang mit diesem Rettungsgerät.
Mai
Eröffnung einer Grillbude am Gerätehaus? Nein, wenngleich diese Kameraden sicher das Zeug dazu hätten. An Himmelfahrt konnte das 130-jährige Bestehen der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen gefeiert werden. Da darf die Bratwurst und das Steak nicht fehlen!
Juni
Neue Ausgehuniformen? Nein, zu sehen ist die Schützengesellschaft Schwiegershausen vor dem Abmarsch zum Festplatz beim Festwirt. Abgesichert durch Mannschaftstransportfahrzeug und Absperrkommando.
Juli
Neuer Fuhrpark? Nein, auch kein aktuelles Foto. Zwar war im Juli nicht weniger los als in den anderen Monaten, aber ein passendes Foto wurde nicht gemacht. Also ein Griff in die „digitale Zigarrenkiste“: Fuhrpark und Mannschaft 1995 vorm Feuerwehrgerätehaus.
August
Gehört die Kreismülldeponie zum Ausrückbereich Schwiegershausen? Nein, liegt noch nichtmal in der Schwiegershäuser Gemarkung. Auf Anforderung der Bereitschaftsführung nahm das Kleinlöschfahrzeug aus Uehrde mit einer Besatzung an der Kreisbereitschaftsübung auf der Kreismülldeponie in Hattorf teil.
September
Ufos in Schwiegershausen? Nein, nur eine Drohne. Diese sind nicht nur für fragwürdige Zwecke einsetzbar, sondern auch für richtig sinnvolle Zwecke. Die Drohenstaffel aus Bad Lauterberg war bei einem Dienst zu Besuch und demonstrierte eindrucksvoll ihr breites Einsatzspektrum.
Oktober
Jahreshauptversammlung ab sofort in der Sporthalle? Nein, erstens ist die immer im Januar und zweitens nicht in bayerischer Klamotte. Musik ist aber nahezu die Gleiche!
November
Moderne Sitzmöbel im Praxistest? Nein, nach fast 16 Stunden Einsatz beim Großbrand an der Osteroder Straße ist diesem Feuerwehrkameraden jedes Mittel Recht um sich mal hinzusetzen. Vier Einsätze in vier Tagen: der November bleibt in besonderer Erinnerung so mancher Einsatzkraft..
Dezember
Neues Auto? Ja! Noch wartet das neue Mehrzweckfahrzeug auf seinen Ausbau. Aber da ist es schonmal. Wir werden zu gegebener Zeit weiter zu unserem neuen Einsatzfahrzeug berichten.
Das war der Jahresrückblick 2025. Die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen wünscht allen Einwohnerinnen und Einwohner von Schwiegershausen alles Gute für 2026!
„Was ist bei einem Schornsteinbrand zu tun?“ – Leif Jacobi klärt auf.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende entgegen. Sowohl die Dienstags- als auch die Mittwochsgruppe hielten vor der Dienstpause noch je einen Dienstabend ab.
Auf Einladung von Gruppenführer Tobias Wode besuchte der für Schwiegershausen zuständige Bezirksschornsteinfegermeister Leif Jacobi die Kameradinnen und Kameraden der Mittwochsgruppe. Thema war der richtige Umgang mit einem Schornsteinbrand. Es wurde aufgezeigt, welche Ursachen zugrundeliegen können und welche Maßnahmen zu treffen sind. Fragen aus den Reihen der Teilnehmer konnte Leif Jacobi kompetent beantworten.
Rauchverschluss und Bockleiter – praktische Ausbilung am Gerät bei der Dienstagsgruppe.
Die Dienstagsgruppe übte den Umgang mit neuem Gerät. Zum Einen wurde der unlängst gespendete Rauchvorhang ausprobiert und die einsatztaktischen Grundsätze besprochen. Dann galt es das neu beschaffte Steckleiter-Verbindungsteil auszuprobieren. Mit diesem Gerät lässt sich aus der auf dem LF 10 verlasteten vierteiligen Steckleiter eine Bockleiter bauen. Auch hier wurden die Einsatzmöglichkeiten besprochen.
Der Ausbildungsbetrieb der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen beginnt im Februar 2026 mit den UVV-Unterweisungen. Danach nehmen die Gruppen den Dienstbetrieb wieder eigenständig auf.
Angetreten zum Fototermin: „unsere“ Löschgruppe Uehrde vor „unserem“ LF 10. (Foto: Andreas Nolte)
Eine wahre Geschichte: Im vergangenen Jahr fand sich ein Schwiegershäuser Feuerwehrkamerad in Uehrde ein, um den mittlerweile ausgemusterten „Bulli“ der Löschgruppe Uehrde für Einsatzzwecke in Schwiegershausen abzuholen. Allgemein bekannt ist, dass sich das Uehrder Gerätehaus in direkter Nachbarschaft zum Parkplatz des Landgasthofes Uehrde befindet. Von dort kam ein dem Kameraden bekannter Mann mit seiner Frau in Richtung Gerätehaus. Zunächst freute sich der Mann aus dem Nachbarlandkreis über den „originalgetreuen Feuerwehroldtimer“, und dass man ja ein schönes kleines Museum aus dem „alten Feuerwehrhaus“ gemacht hat – sogar mit altem Fahrzeug. Der Feuerwehrkamerad klärte den Irrtum auf. Sogleich öffnete er das linke Tor, zum Vorschein kam ein fast noch nagelneues, modernes Feuerwehrfahrzeug. Ungläubig stand das Ehepaar vor dem Haus, welches für sie ganz klar ein Museum sein musste. Der Feuerwehrkamerad klärte weiter auf: wenn vor nunmehr einem Jahrzehnt von weitsichtigen Feuerwehrkameraden nicht diese eine mutige Entscheidung getroffen worden wäre, dann wäre das Uehrder Feuerwehrgerätehaus heute wahrscheinlich wirklich ein Museum…
Doch wie ist dazu gekommen, dass die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen seit nunmehr 10 Jahren eine einzigarte Besonderheit im Osteroder Stadtgebiet vorweisen kann, die Existenz einer Außenstelle im Nachbardorf? Zur Erklärung folgt eine Nachlese aus Anlass „10 Jahre Löschgruppe Uehrde“.
Eine stolze Feuerwehr
100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Uehrde konnten 1994 gefeiert werden – eine stolze Wehr bei einem stolzen Jubiläum. (Foto: Archiv ehem. FFW Uehrde)
In all den Jahren ihres Bestehens seit der Gründung 1894 war die Ortsfeuerwehr Uehrde immer so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt des kleinen Stadtdorfes. Sie war nicht nur für die Sicherstellung des Brandschutzes und der kleinen technischen Hilfeleistung zuständig, sondern vielmehr auch ein Garant für den Erhalt der geschätzten dörflichen Infrastruktur. Bei allen Veranstaltungen half sie mit Mannschaft und Gerät und führte selber beliebte Feste wie das jährliche Osterfeuer in der Kleebucht oder das legendäre Weinfest aus.
Doch der viel zitierte demographische Wandel machte auch vor dem idyllischen Stadtdorf nicht Halt. Die Einwohnerzahl schrumpfte und somit wurden es auch immer weniger freiwillige Feuerwehrkameraden. Dies bedeutete aber nicht, dass man sich nicht mehr auf die Uehrder Wehr verlassen konnte. Wenngleich die Einsatzstatistik in Uehrde selber recht wenig vorwies, so waren es doch die nachbarschaftlichen Unterstützungen bei größeren Einsatzlagen die deutlich machten: auf die Männer aus Uehrde kann man zählen. Ein Beispiel: Bei der Unwetter-/Hochwasserlage im Sommer 2013 halfen die Uehrder in Schwiegershausen und im Stadtgebiet.
Revier Steinbruch: regelmäßig wurde und wird auch weiterhin bei Rump & Salzmann geübt. (Foto: Archiv ehem. FFW Uehrde)
Mindeststärke war nicht mehr zu erreichen
Die letzte Jahreshauptversammlung fand im Februar 2015 im Landgasthof Sindram statt. (Foto: Petra Bordfeld)
Die Uehrder Wehr war eine sogenannte Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung. Das Niedersächsische Brandschutzgesetz schreibt vor, dass eine solche Feuerwehr mind. 20 aktive Einsatzkräfte vorzuhalten hat bzw. dauerhaft nicht weniger als max. 90 % dieser Zahl. Zu besetzen sind alle Funktionen aller feuerwehrtechnischen Gruppe, bestehend aus neun Kameraden. Zu gewährleisten sind weiterhin 100% Reserve = 18 Kameraden. Ortsbrandmeister und Stellvertreter sind zuzurechnen = 20 Kameraden.
Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis: Bürgermeister Klaus Becker, Ortsbrandmeister Martin Brünig, Stellv. Ortsbrandmeister Frank Dernedde und Fachdienstleiter Wieland Mücke (v.l.n.r.) (Foto: Stadt Osterode am Harz)
In Uehrde war diese Zahl nicht mehr realisierbar. Im Jahresbericht 2014 berichtete Ortsbrandmeister Martin Brünig von noch 13 aktiven Kameraden. Da niemand eine komplette Auflösung der Wehr wollte, nahm das Uehrder Kommando Kontakt mit dem Schwiegershäuser Kommando auf. Bereits seit vielen Jahrzehnten gab es freundschaftliche Kontakte ins Nachbardorf und so wurde auch gar nicht lange diskutiert. Nachdem beide Wehren einen entsprechenden Beschluss fassten und auch die Stadt Osterode am Harz als Träger der Freiwilligen Feuerwehr zustimmte war es amtlich: die Ortsfeuerwehr Uehrde wird zum 31. Dezember 2015 aufgelöst und gliedert sich zum 1. Januar 2016 als Löschgruppe in die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen ein. Damit einher ging die Entlassung der Uehrder Ehrenbeamten: Martin Brünig und Frank Dernedde hatten 2013 die Leitung der Ortsfeuerwehr Uehrde übernommen.
Neues Kapitel als Löschgruppe
Blieb und bleibt Mittelpunkt des Dorfes: das Feuerwehrgerätehaus mit zunächst noch beiden „Oldtimern“. (Foto: FFW Schwiegershausen)Fortan ein gewohntes Bild: Übungsdienst in Schwiegershausen mit Uehrder Fahrzeug – hier an der offenen Wasserentnahmestelle an der Mehrzweckhalle. (Foto: Andre Schreiber)
Auch wenn die Selbstständigkeit aufgegeben wurde: es blieb eigentlich erstmal alles beim Alten. Das Tragkraftspritzenfahrzeug und der Mannschaftstransportwagen blieben erhalten, das Feuerwehrgerätehaus wurde weiter genutzt und auch die Uehrder Mannschaft blieb ihrer Aufgabe treu. Das ist für Uehrde besonders wichtig: die Feuerwehr bleibt weiterhin wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft! Doch natürlich sollten sich auch einige Dinge ändern: fortan wurden die feuerwehrtechnischen Dienste in Schwiegershausen besucht und auch der Ausrückbereich vergrößerte sich. Bei jedem Alarm in Schwiegershausen kam nun auch automatisch die Löschgruppe Uehrde mit dazu. Im Kommando der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen wurden zwei neue Ämter geschaffen, die des Gruppenführers LG Uehrde (seit 2016 Martin Brünig) sowie des Gerätewartes LG Uehrde (2016 bis 2022 Stefan Müller; seit 2022 Frank Dernedde).
Gemeinsame Übungen gehörten immer dazu: die Feuerwehren Uehrde und Schwiegershausen übten die Bekämpfung eines Brandes im Landgasthof Uehrde.(Fotos: Archiv ehem. FFW Uehrde)
Zusammenfinden musste man sicherlich zueinander, wenngleich dies für beide Seiten kein großes Problem darstellte. Schon oft waren beide Wehren gemeinsam im Einsatz, ob real oder fiktiv. Auch die Kameradschaft wurde über all die Jahre immer groß geschrieben. Man kannte sich halt gut, das wurde im Prinzip nur etwas ausgebaut.
Heini-Hennecke-Pokalwettkämpfe: 2019 konnte 125 Jahre Feuerlöschwesen Uehrde gefeiert werden.(Foto: Petra Bordfeld)
Im Jahre 2019 blickte das Stadtdorf Uehrde auf 125 Jahre Feuerwehrtradition zurück. Dies nahm das Kommando der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen zum Anlass, die beliebten Heini-Hennecke-Pokalwettkämpfe auszurichten. Bei bestem Wetter und bester Stimmung freuten sich alle Beteiligten, dass die Tradition des Feuerlöschwesens in Uehrde weiter hochgehalten wird.
Neues Fahrzeug und Gerät
KLF und Faltbehälter bei einem Übungsdienst in Schwiegershausen. (Foto: Andre Schreiber)
Bereits früh signalisierte die Stadt Osterode am Harz, dem Feuerwehrbedarfsplan gerecht zu werden und für die Löschgruppe Uehrde ein neues Fahrzeug anzuschaffen. 2023 war es dann endlich soweit, das neue Kleinlöschfahrzeug KLF konnte in Dienst gestellt werden. Noch vor der offiziellen Übernahme in den Einsatzdienst fuhr das fabrikneue Fahrzeug seine ersten Einsätze während des Weihnachtshochwassers.
Faltbehälter im Einsatz bei einem Übungsdienst im Steinbruch. (Foto: Rump & Salzmann)
Durch eine Spende der ortsansässigen Firma Rump & Salzmann konnte ein 3.000 Liter fassender Faltbehälter angeschafft und fest auf dem KLF verlastet werden. Nicht nur ein echter Mehrwert für das kleine Stadtdorf, sondern auch für Schwiegershausen. Ein kleiner Wermutstropfen: Aufgrund einer Neuausrichtung des Fahrzeugkonzeptes wurde der fast 40 Jahre alte „Bulli“ im November 2025 außer Dienst gestellt. Der zweite Stellplatz im Uehrder Gerätehaus wird fortan anderweitig genutzt.
Fazit: eine mutige, aber richtige Entscheidung
Kein Museum, sondern aktives Feuerwehrhaus: dank einer mutigen Entscheidung. (Foto: Marcel Sonntag)
Die Löschgruppe Uehrde beruft sich weiter stolz auf ihre nunmehr über 130-jährige Tradition. So wird einmal im Jahr eine Traditionsversammlung mit gemeinsamen Essen abgehalten. Regelmäßig treffen sich Aktive und Alterskameraden zum Gedankenaustausch am und im Gerätehaus. Osterfeuer und Weinfest werden weiterhin organisiert und auch ein gemütlicher Jahresabschlussdienst darf nicht fehlen. Die feuerwehrtechnischen Dienste finden zusammen mit den beiden Schwiegershäuser Gruppen statt. Regelmäßig wird auch an verschiedenen Stellen in Uehrde geübt, wie zum Beispiel im Steinbruch.
Am 1. Januar 2026 können wir also auf 10 Jahre Löschgruppe Uehrde zurückblicken. Wären damals nicht diese weitreichende und mutige Entscheidung getroffen worden, wäre das Kapitel Feuerlöschwesen in Uehrde über kurz oder lang beendet gewesen. So können weiterhin acht Feuerwehrkameraden ihren Dienst für Uehrde. aber auch für Schwiegershausen versehen. Sogar zwei Quereinsteiger, die nach Uehrde zogen, konnten in dieser Zeit begrüßt werden. Eine gute Bilanz, die Mut für die Zukunft macht!
Abschließend gratulieren wir: Herzlichen Glückwunsch Löschgruppe Uehrde – auf die nächsten 10 Jahre!
Ortsbrandmeister Kai Tostmann, Gruppenführer Jannik Loch, Ingo Marzadek und Vize-Ortsbrandmeister Niklas Buchwald (v.l.n.r.) freuen sich über die Spende.
Am 9. Dezember bekam die Freiwillige Feuerwehr Schwiegershausen Besuch von der VGH-Versicherung in Person von Ingo Marzadek aus Osterode. Dieser hatte einen sogenannten „Mobilen Rauchverschluss“ mitgebracht, den die Versicherung der Feuerwehr spendete.
Bei einem derartigen Einsatzmittel handelt es sich um ein nicht brennbares Tuch, welches an einem Metallrahmen befestigt ist. Mittels einer Spreizstange kann dieses Tuch in einen Türrahmen gespannt werden und verschließt die Türöffnung weitgehend, auch wenn die Tür geöffnet ist. Damit ist gewährleistet, dass giftiger Brandrauch nicht in unbetroffene Bereiche, wie beispielsweise Treppenhäuser, vordringen kann und Fluchtwege rauchfrei gehalten werden können. Der vorgehende Angriffstrupp kann auch nach Setzen des Vorhangs diesen passieren, da er nur im oberen Bereich festgespannt ist.
Dieses Einsatzmittel stellt einen erheblichen Mehrwert für die Menschenrettung, den Schutz von Sachwerten und die Brandbekämpfung dar.
Im Rahmen der Übergabe informierte sich Ingo Marzadek über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Schwiegershausen, die gerade in den letzten Wochen sehr einsatz- und umfangreich war. Auch vergangene Einsätze im Ort, bei denen der Rauchverschluss bereits eine gute Ergänzung gewesen wäre wurden angesprochen. Für die anstehenden Dienste in 2026 wird die Handhabung des Rauchverschlusses sicherlich verstärkt geübt werden.
Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Schwiegershausen bedankt sich bei Ingo Marzadek von der VGH-Versicherung sehr herzlich für diese Spende. Von Ortsbrandmeister Tostmann bekam der Versicherungsmann noch ein kleines Dankeschön in flüssiger Form überreicht.
Vize-OBM Buchwald demonstriert die einfache Handhabung des Rauchverschlusses im Feuerwehrgerätehaus Schwiegershausen. Deutlich zu sehen ist die Öffnung im unteren Bereich, sodass ein vorgehender Angriffstrupp sich weiterhin rein- oder rausbewegen kann.
Am 6. Dezember fand ab 16:00 Uhr der diesjährige Wintermarkt auf dem Hof des Enso Markts statt. Die Veranstaltung wurde vom Bürgerverein organisiert, der sich mit großem Engagement um die festliche vorweihnachtliche Atmosphäre kümmerte.
Zu fast jeder Zeit Besuchermagnet: der Getränkestand der Feuerwehr.
Auch wir von der Feuerwehr Schwiegershausen waren wieder mit dabei und übernahmen wie aus den letzten Jahren gewohnt den Getränkeverkauf. Angeboten wurden Kinderpunsch, Glühwein sowie verschiedene Kaltgetränke. Unterstützt wurde das Team der Jugendfeuerwehr mit Kameradinnen und Kameraden aus der aktiven Abteilung.
Bereits am Morgen begann für uns der Aufbau des Getränkestands, bevor am Nachmittag der Markt startete. Trotz leichten Regen fanden erfreulicherweise viele Besucher den Weg zum Wintermarkt, sodass am Stand durchgehend gute Stimmung herrschte.
Unser besonderer Dank gilt dem Bürgerverein für die Organisation, der Schützengesellschaft für die gute Zusammenarbeit am Stand sowie vor allem der IG Streuobst für die großzügige Spende des Apfelsafts, aus dem wir den Kinderpunsch herstellen konnten.
Dank an die IG Streuobst für die flüssige Spende!
Wir freuen uns, Teil dieser schönen Veranstaltung gewesen zu sein und wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern frohe und besinnliche Weihnachten!
Ein letztes Mal präsentiert sich das Uehrder Feuerwehrhaus mit zwei Fahrzeugen.
Nachdem wir uns im Oktober bereits von unserem MZF verabschiedet haben, folgt nun der nächste Abschied: das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) der Löschgruppe Uehrde verlässt Mitte November den Fuhrpark der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen.
Seine fast 40 Dienstjahre sieht man ihm auf den ersten Blick nicht an.
Aufgebaut auf einem Volkswagen Transporter T3 wurde der „Bulli“ am 9. Dezember 1986 erstmals zugelassen und verrichtete seinen Dienst fortan bei der Feuerwehr Wolfsburg, wo er mit dem amtlichen Kennzeichen WOB-203 unterwegs war. Acht Einsatzkräfte konnte das 70-PS-starke Fahrzeug aufnehmen.
Als einziges Fahrzeug im Stadtgebiet trug der „Bulli“ das Uehrder Ortswappen.
Mannschaftstransportfahrzeuge gibt es in nahezu jeder Feuerwehr, wenngleich sie einsatztaktisch nicht zur Grundausstattung zählen. Dennoch sind sie wichtige Fahrzeuge, nicht nur zum Personentransport, sondern z.B. auch als Zugfahrzeug für Anhänger oder als Logistikfahrzeug zum Sichern des Nachschubs.
Acht Einsatzkräfte fanden im geräumigen Mannschaftsraum Platz.
In den 1980er Jahren war dieser Typ „Bulli“ ein weitverbreitetes Fahrzeug bei den deutschen Feuerwehren, alleine im Stadtgebiet Osterode fuhren zu Spitzenzeiten bis zu sieben Modelle dieser Baureihe rum. Nach und nach verschwinden diese unverwüstlichen Fahrzeuge jedoch aus den Fahrzeughallen und werden durch modernere Fahrzeuge ersetzt.
TSF und MTF im Jahr 2005 – die „Speerspitzen“ der deutschen Feuerwehren.
Ende 2004 kaufte die damals noch eigenständige Ortsfeuerwehr Uehrde den T3 als Ersatz für das in die Jahre gekommene Vorgängermodell auf VW T2. Zum 111-jährigen Bestehen der Wehr im Jahr 2005 wurde es dann offiziell in Dienst gestellt – amtliches Kennzeichen war bis heute: OHA-FL 734 . Der Funkrufname lautete zunächst „Florian Osterode 19-62“, später dann „Florian Göttingen Land 24-17-12“.
Machte auch in Schwiegershausen immer eine gute Figur: hier als Zugfahrzeug für den Anhänger beim Putztag.
Auch nach der Eingliederung der Löschgruppe Uehrde in die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen verrichtete der „Bulli“ weiterhin treu seinen Dienst und war ein wichtiger Begleiter für die mitgliederstarke Wehr. Unzählige Dienste und auch Einsätze hat das Fahrzeug abgeleistet, zuletzt beim Netto-Brand in Osterode. Auch unser Feuerwehrmusikzug konnte sich oft auf das Fahrzeug verlassen. Im geräumigen Kofferraum fanden nicht nur die Rhythmusinstrumente, sondern auch div. Noten- und Instrumentenkoffer Platz.
Viel Platz im Kofferraum, unter welchem sich der Motor befindet. LED vs. Drehspiegel – klarer Sieg ans KLF. Die Fahrzeughalle hat der Iveco nun für sich alleine.
Doch nun heißt es auch von diesem Oldtimer Abschied zu nehmen. Nach 20 Einsatzjahren für die Feuerwehren Uehrde und Schwiegershausen sagen wir dankbar: „Goodbye, T3!“
Text: Marcel Sonntag Fotos: Archiv LG Uehrde; Marcel Sonntag
Mit vereinten Kräften bei der Sache: Jugendfeuerwehr und Aktive. Unter Zuhilfenahme eines Hydrantenschlüssels wird das Wasser aufgedreht.
Erstmals tagsüber an einem Samstagvormittag fand die jährliche Hydrantenkontrolle in den Ortschaften Schwiegershausen und Uehrde statt. Organisiert wurde die Aktion vom stellv. Ortsbrandmeister Niklas Buchwald, der auch die verschiedenen Routen und Gruppen eingeteilt hat. Jede Gruppe war gemischt: Aktive und Mitglieder der Jugendfeuerwehr arbeiteten gemeinsam.
Ein Unterflurhydrant ist mit einem solchen Deckel abgedeckt. Dieser muss zwingend freigehalten werden, ansonsten ist der Hydrant nicht nutzbar.
Die Sicherstellung der Löschwasserversorgung durch Hydranten ist ein elementarer Baustein zur Sicherstellung des Brandschutzes. In Schwiegershausen und Uehrde gibt es dazu 116 Unterflurhydranten. Das bedeutet, dass lediglich eine unterirdische Armatur an der Trinkwasserleitung angeflanscht ist, an welche im Bedarfsfall ein sogenanntes Standrohr befestigt werden muss. Gekennzeichnet werden diese Art der Hydranten zum einen durch die entsprechende Beschilderung, zum anderen erkennt man sie anhand der markanten oval-förmigen Deckel im Boden.
Ein wichtiges Schild, nicht nur für Einsatzkräfte der Feuerwehr: das Hydrantenschild.Die Erläuterung der einzelnen Buchstaben und Zahlen ist alles andere als schwer zu erklären.
Eine Trinkwasserleitung mit einem Nenn-Innendurchmesser von 125 mm signalisiert, dass der Hydrant bis zu 1.250 Liter Löschwasser pro Minute zur Verfügung stellen kann.
Der Apell der Feuerwehr an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger: Achten Sie darauf, nie auf einem Unterflurhydranten zu parken, ihn zuzustellen oder den Deckel derart zu verschmutzen, dass er nicht geöffnet werden kann!
Bevor das Standrohr gesetzt werden kann, muss der Deckel geöffnet werden. Das kann mit einem Zimmermannshammer oder mit einem Hydrantenschlüssel erfolgen.
Zur Prüfung der Hydranten wird das Standrohr gesetzt und die Leitung wird einmal kurz „gespült“, das heißt nichts anderes als „Wasser Marsch“ auf einen der beiden B- Abgänge um Dreck aus der Leitung zu spülen. Geprüft werden Kriterien wie Zustand des Deckels, der Kappe an der Armatur, Schild und Ablauf. Etwaige Schäden werden dem Wasserversorger (Harz-Energie) gemeldet. Anschließend wird der Hydrant frostsicher gemacht, unter den Deckel kommt eine Plastikfolie. So wird verhindert, dass weiterer Schmutz reinkommt und der Deckel festfriert.
„Wasser Marsch“ – die Leitung wird gespült.Beispiel für einen groben Mangel: nicht ablaufendes Wasser. Mitteils einer mechanischen Schmutzwasserpumpe wurde versucht, das Wasser abzupumpen. Der Wasserversorger ist nun aufgefordert, schnell Abhilfe zu schaffen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete die Kontrolle in den frühen Mittagsstunden. Die Aktion soll nach Willen des Kommandos im nächsten Jahr nach gleichem Schema wiederholt werden.
Am 1. November führen wir die alljährliche Kontrolle der Hydranten in der Ortslage Schwiegershausen durch. Im Zeitraum von 8 bis ca. 12 Uhr kann es dabei zu Eintrübungen und Druckschwankungen im Trinkwassernetz kommen.
Wir bitten ganz allgemein darum, dass die Hydranten nicht zugeparkt oder zugestellt werden. Hydranten sind äußerst wichtige Löschwasserquellen und dienen so dem Brandschutz und damit der Allgemeinheit.
Die Besucher des diesjährigen Oktoberfestes des TSV Schwiegershausen und der Freiwilligen Feuerwehr Schwiegershausen hatten einmal mehr sichtlichen ihren Spaß in der Schwiergshäuser Sporthalle. Nachdem der Fassanstich der Ortsbürgermeistern Kathrin Schrader aufgrund eines nicht passenden Zapfhahns zunächst missglückte, verlief der Abend ansschließend feuchtfröhlich. Zuerst wurde zur Musik des Feuerwehrmusikzuges Schwiegershausen auf den Bänken geschunkelt, getanzt und angestoßen, bevor DJ Sebastian Crome anschließend den Besuchern einheizte. Eine ausgelassene Feierlaune machte sich breit und Alt und Jung feierten ein fröhliches und friedliches Oktoberfest, bei dem der eingesetzte Sicherheitsdienst erfreulicherweise einen ruhigen Abend zu verzeichnen hatte.
Text: Laura Rauch; Bilder: Olaf Kaisner (TSV Schwiegershausen)
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