Derzeit sind sie wieder unterwegs auf den Feldern rund um die Schwiegershausen: Mähdrescher. Die großen Erntemaschinen geben nicht nur ein imposantes Bild ab, sondern bilden durchaus auch ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial. Immer wieder ist von brennenden Mähdreschern auf Feldern zu hören. Bisher blieben wir von derartigen Einsätzen bis auf kleinere Ausnahmen verschont. Um dennoch auf ein etwaiges Szenario vorbereitet zu sein, fand kürzlich ein außerordentlicher, technischer Dienstabend der Dienstagsgruppe statt.
Erste Detailfragen wurden geklärt bevor das Schneidwerk angebaut wird.
Gruppenführer Jannik Loch lud interessierte Kameradinnen und Kameraden mitsamt den Ortsbrandmeistern zu einer Besichtigung des Mähdreschers von Landwirt Frank Waldmann ein. Unter fachkundiger Anleitung von Mähdrescherfahrer und Feuerwehrkamerad Udo Mißling sowie Jens Waldmann wurden viele Dinge gezeigt und vorgeführt, die bei einem Schadensfall zu beachten sind. Außerdem wurden wichtige technische Details, wie Lage und Inhalt der Tanks (Diesel, Motor- und Hydrauliköl) sowie sicherheitsrelevante Dinge besprochen.
Anhand der folgenden Fotos geben wir einige Beispiele.
Ein Beispiel für sicheres Arbeiten: Bei Aufenthalt unter dem sogenannten Schrägförderer muss dieser mittels dieser roten Stange am Hydraulikzylinder gesichert werden. Sollte eine Hydraulikleitung platzen, sackt das Bauteil schnell nach unten.Das 6,10 Meter breite Schneidwerk wiegt mehrere Tonnen und wird am Schrägförderer angebracht. Udo Mißling (stehend auf der Leiter) hat den Mähdrescher in Position gebracht. Unten in der Mitte Jens Waldmann, der als Landmaschinenmechaniker viel Sachverstand mitbringt.Landwirt Frank Waldmann (links) hat gerne seinen Mähdrescher zur Verfügung gestellt. Er freut sich über das Interesse der Feuerwehr und spricht von einer „Win-Win-Situation“ für beide Seiten.Interessiert werden Korntank und Motor inspiziert. Gerade bei Arbeiten auf dem Mähdrescher ist viel Vorsicht geboten. Im Korntank sind sich drehende Schnecken, die leicht zu schweren Verletzungen führen können.Der Strohäcksler im hinteren Bereich wird durch scharfe und lange nachlaufende Messer bedient. Dies ist eine weitere Gefahrenquelle für Mensch und Natur. Brennendes Stroh kann weitere Vegetation in Brand setzen.
Im Falle eines Brandes ist es für die Feuerwehr von Vorteil, wenn sie ungefähr weiß, wie so eine Maschine aufgebaut sind. Fragen wie: wo kann man ins Innere gelangen, welchen Weg können sich Flammen suchen, welche sicherheitsrelevanten Dinge sind zu beachten, wo sollte man besser nicht reinfassen wenn die Maschine noch läuft oder nachläuft, wo lässt sich das Fahrzeug stromlos schalten – und, und, und…, galt es zu beantworten. Udo Mißling sowie Jens und Frank Waldmann konnten dazu sehr viel Input zu ihrem Mähdrescher geben.
Nachdem alle offenen Fragen geklärt waren gab es noch einen Abschluss mit Bratwurst und kühlen Getränken im Feuerwehrgerätehaus. Frank Waldmann sprach der Feuerwehr Dank dafür aus, dass sie sich mit seinem Mähdrescher auseinander gesetzt hat. Wir bedanken uns bei ihm mit seinem Bruder Jens und unserem Feuerwehrkameraden Udo Mißling für die Bereitschaft zur Besichtigung der imposanten Erntemaschine und die Zeit, die sie sich in einer kleinen Erntepause genommen haben.
Die Kameradinnen und Kameraden mit ihren Fahrzeugen stellen sich nach dem Dienst im Steinbruch zum gemeinsamen Foto auf.
Bereits zum wiederholten Male hielten wir einen Übungsdienst im Uehrder Steinbruch der Firma Rump & Salzmann ab. Doch dieses Mal waren wir nicht allein: die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Dorste gesellten sich dazu.
Bereits im Vorfeld haben sich die Gruppenführer Tobias Wode und Marcel Sonntag mit Dorstes Ortsbrandmeister Achim Dix sowie Betriebsingenieur Eike Römermann im Steinbruch getroffen, um zwei Einsatzlagen vorzubereiten. So galt es, eine verunfallte Person aus einer Zwischenebene in einem Brecher zu retten und einen Radladerbrand zu löschen. Nach Begrüßung durch Eike Römermann und entsprechender Lageeinweisung wurden Gruppen gebildet um die Einsatzlagen abzuarbeiten. Hierbei wurde Wert auf gemischte Trupps aus Dorster und Schwiegershäuser Kräfte gelegt, außerdem wurden die Lagen ohne Eile, sondern mit Zeit zur Sorgfalt und Erklärung abgearbeitet.
Die Schwiegershäuser Schleifkorbtrage erweist sich als praktisches Mittel zur schnellen und schonenden Rettung.
Eine Person (dargestellt durch eine Puppe) verunfallte in einer Zwischenebene im Brecher, so die Lage. Nach Erstkontakt und Betreuung wurde eine Rettung mittels „Schiefer Ebene“ vorbereitet. Dabei wird eine Schleifkorbtrage auf Steckleiterteilen gleitend, gesichert durch Leinen, zu Boden gelassen. Diese Art der Rettung ist für den Patienten sehr schonend, bedarf aber entsprechendes Material sowie klare Absprachen. Die Schleifkorbtrage wurde aus dem LF 10 Schwiegershausen genommen, der Rest aus dem StLF (Staffel-Löschfahrzeug) Dorste.
Gut gerüstet gehen die Einsatzkräfte vor.
Befüllen des Faltbehälters durch das Dorster StLF.
Die zweite Lage war der angenommene Brand eines Radlader mit Gefahr der Ausbreitung auf umliegende Vegetation. Hier bauten die Kräfte zunächst den Faltbehälter des KLF auf, dieser wurde dann durch die wasserführenden Fahrzeuge mit insgesamt ca. 2.500 Liter Wasser befüllt. Hauptaugenmerk bei dieser Lage lag nicht auf der schnellen Bekämpfung des Feuers, sondern zusammen mit den Dorster Kameradinnen und Kameraden die Logistik rund um den Faltbehälter aufzubauen und die einsatztaktische Verwendung begrenzter Mengen an Löschwasser zu üben. Gespeist wurden die beiden C-Rohre dann lediglich über den Faltbehälter. Auch die Löschrucksäcke wurden verwendet.
Im Anschluss der Übung ließ es sich Uehrdes Gerätewart Frank Dernedde, zugleich Werkstattleiter bei R&S, nicht nehmen mit den Einsatzkräften eine Rundfahrt durch den Steinbruch abzuhalten. Dies ist gerade für die Maschinisten ein nicht alltägliches Unterfangen. Und überhaupt ist es immer wieder ein Erlebnis, durch „Uehrdes Grand Canyon“ zu fahren! Vielen Dank dafür an unseren „Anger“.
Durchaus ein imposantes Bild. Es fehlt das MTF Schwiegershausen, welches sich zur Vorbereitung des Biwaks bereits im Ort befand.
Nach den Übungen und der Erkundungsfahrt stand zunächst eine kurze Manöverkritik auf dem Plan, dabei waren sich die Organisatoren einig, dass die Zusammenarbeit sehr gut geklappt hat und man diese Art der interdörflichen Zusammenarbeit zwischen Dorste und Schwiegershausen forcieren und für nächstes Jahr einen weiteren gemeinsamen Dienstabend anbieten möchte. Eike Römermann dankte im Namen der Firma Rump & Salzmann für die Durchführung des Dienstes mit der Möglichkeit von Erkenntnisgewinnen rund um Einsätze im Steinbruch und lud anschließend zum gemütlichen Biwak auf Brünigs Hof in Uehrde ein.
Wir bedanken uns bei der Ortsfeuerwehr Dorste mit Ortsbrandmeister Achim Dix und stellv. Ortsbrandmeister Roy Kühne für die kameradschaftliche Zusammenarbeit bei der Organisation und Durchführung des Dienstes und natürlich bei Rump & Salzmann in Person von Eike Römermann, welche immer sehr unbürokratisch und selbstverständlich Übungsobjekte zur Verfügung stellen! Vielen Dank!
Anbei noch einige Fotos dieses gelungenen Dienstabends.
„Wasser Marsch!“ – Die Kameraden Sonntag und Fischer sorgen für Abkühlung.
Zu einem nicht alltäglichen „Hilfeleistungseinsatz“ rückten einige Feuerwehrkameraden am vergangenen Samstag aus.
Das kühle Nass sorgt zumindest kurzfristig für Abkühlung.
Bereits zum wiederholten Male fand das „Iron Doghead Open Air“ auf dem Gelände der Motorradfreunde an der Meilerstelle bei Schwiegershausen statt. Festivalbesucher sind sicher jede Form von Wetterkapriolen gewohnt, doch die Hitze des letzten Juniwochenendes bleibt dabei bestimmt vielen in besonderer Erinnerung.
„Einsatzleiter“ Kai Tostmann bespricht sich mit Maschinist Patrick Großkopf.
Und so fanden sich auf Initiative von Ortsbrandmeister Kai Tostmann am späten Samstagnachmittag ein paar Kameraden, die den Metal-Fans eine kühle Dusche ermöglichen wollten. Mit insgesamt 1.500 Liter Wasser unserer beiden wasserführenden Fahrzeuge wurde das kühle Nass zur Meilerstelle transportiert um dann dort mittels zweier D-Rohre für ca. 30 Minuten Erfrischung zu sorgen. Dankend wurde dieser besondere Service angenommen und sicher auch in besonderer Erinnerung bleiben.
Hinweis: Hierbei handelte es sich nicht um einen alarmmäßigen Einsatz.
Üben Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im truppweisen Vorgehen auf „mechanische Art“: Mitglieder der Dienstagsgruppe.
Wer am 9. Juni gegen 20 Uhr am Osterfeuerplatz „Am Breiten Baum“ am Kommunalweg Richtung Hattorf langgekommen ist, wird sich vielleicht verwundert die Augen gerieben haben. Denn ausgerechnet Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen hantierten dort mit einem Gasbrenner und setzten auch noch Strohbunde in Brand. Warum dort überhaupt Stroh rumlag und warum dieses angezündet wurde erklären wir in diesem Artikel!
Ein Beispiel neu beschaffter Ausrüstung: einer von insgesamt zwei Löschrucksäcken mit einer Füllhöhe von ca. 19 Litern.
Bereits seit einigen Jahren lag der Fokus des Kommandos bei der Anschaffung neuer Materialien auf dem Thema „Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung“ – ein Punkt, welcher durch die vermehrten trockenen Jahre immer mehr an Bedeutung gewann. So wurden neben einem Faltbehälter für Löschwasser auch Löschrucksäcke, D-Schlauchmaterial sowie spezielle Waldbrandhacken angeschafft. Besonders hervorzuheben ist hier das Engagement der Firma Rump & Salzmann aus Uehrde, die einen wesentlichen Teil der Anschaffungen gesponsert haben. Wir hatten bereits darüber berichtet.
„Feuer Marsch“.
Die Dienstagsgruppe unter fachkundiger Anleitung von Gruppenführer Jannik Loch und Vize-Ortsbrandmeister Niklas Buchwald machte sich nun, sozusagen am lebenden Objekt, mit den verschiedenen Werkzeugen und Löschpraktiken vertraut. Dazu wurden die von Feuerwehrkamerad Patrick Großkopf bereitgestellten Strohbunde auf dem Osterfeuerplatz ausgestreut, verteilt und angezündet. Natürlich fand vorher eine Abstimmung mit der Leitstelle in Göttingen, der Feldmark, der Forst und den Jägern statt, die über das offene Feuer und die damit verbundene Rauchentwicklung informiert wurden.
Faltbehälter und Tragkraftspritze werden in Stellung gebracht.Das KLF befüllt den Faltbehälter mit 500 Liter Löschwasser, die TS speist die Schlauchleitung.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Integration des neuen Mehrzweckfahrzeugs MZF in die Löschwasserlogistik. Der auf dem Uehrder Kleinlöschfahrzeug KLF verlastete 3.000-Liter-Faltbehälter kann nun dank der auf einem Rollcontainer verlasteten Tragkraftspritze TS 8/8 des MZF geleert werden. Das KLF kann nun flexibler eingesetzt werden, z.B. als wasserführendes Fahrzeug für den Pendelverkehr, als zwischengeschaltete Förderpumpe in einer längeren Schlauchleitung oder direkt an der Einsatzstelle.
Feuerpatschen, „Gorgui“-Hacken und Löschrucksäcke – zusammen eine perfekte Mischung zum effektiven Bekämpfen von kleineren Bränden.Bereits mit wenigen Handgriffen konnten die Flammen bekämpft werden.
Hauptaugenmerk lag aber auf der richtigen Anwendung der verschiedenen Gerätschaften zur Brandbekämpfung. So wurden die Löschrucksäcke intensiv genutzt, der richtige Umgang mit der guten alten Feuerpatsche geübt und erstmalig auch die sogenannten „Gorgui“-Hacken verwendet. Hierbei handelt es sich um eine Kombination verschiedener Werkzeuge, damit kann man hacken, den Boden abziehen, graben und wenn nötig auch irgendwas abschlagen. Diese vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen das Werkzeug sehr flexibel einsetzbar, man kann Schneisen in den Boden ziehen oder Glutnester freilegen, welche dann gezielt mit Wasser z.B. aus einem Löschrucksack, aus einem D-Strahlrohr oder mit der Feuerpatsche bekämpft werden können. Großer Vorteil ist der jeweils geringe bis gar nicht vorhandene Verbrauch von Löschwasser, welches bei derartigen Bränden zumeist nicht in „Hülle und Fülle“ zur Verfügung steht.
Eine der neuen „Gorgui“-Hacken – deutlich zu sehen sind die verschiedenen Seitenarten. (Foto: Frank Dernedde)Der Blick durch die Wärmebildkamera offenbart offensichtliches, aber auch verstecktes!
Ein weiteres Hilfsmittel ist die Wärmebildkamera. Mit ihr kann man gezielt den Boden auf Glutnester absuchen, die z.B. im Unterholz nicht direkt ersichtlich sind. Auch nach Beendigung der Ausbildungseinheit wurde der Boden abgesucht, damit es nicht doch noch zu einem Schadenfeuer kam. Unabhängig davon wurde sowieso nochmal die genutzte Fläche großzügig mit Wasser benetzt.
Also: auch die Feuerwehr muss ab und zu mal einen Brand legen um effektiv und realitätsnah üben zu können, natürlich unter Beachtung sämtlicher Auflagen.
Anbei noch einige Fotos dieses sehr gelungenen Dienstabends der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen!
KLF und MZF als Ausstellungsstücke beim Tag der Retter.
Am 30. Mai lud die Ortsfeuerwehr Osterode wiederholt zum „Tag der Retter“. Hier präsentierten sich nahezu alle Mitglieder der Blaulichtfamilie und vieler anderer Hilfsorganisationen dem interessierten Publikum. Auch die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen war erneut vertreten. In diesem Jahr stellten wir das Kleinlöschfahrzeug KLF der Löschgruppe Uehrde sowie das neue Mehrzweckfahrzeug MZF aus. Besonders der Crafter fiel vielen Besuchern ins Auge und gerne nahmen die Kameradinnen und Kameraden sich Zeit, Sinn und Zweck dieses Fahrzeuges zu erklären.
Vielen Dank an das Organisationsteam der Ortsfeuerwehr Osterode, die uns erneut zu dieser gelungenen Veranstaltung eingeladen haben.
Unter nachfolgenden Links gibt es weiterführende Berichte und viele Fotos:
Freuen sich über das neue Mehrzweckfahrzeug: Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader, Ortsvorsteher und Löschgruppenführer Uehrde Martin Brünig, Bürgermeister Jens Augat, ehem. Vize-Ortsbrandmeister Lars Göldner sowie Vize-Ortsbrandmeister Niklas Buchwald – an Himmelfahrt wurde das neue Fahrzeug erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Erinnern wir uns an die letztjährige Himmelfahrtsfeier am Feuerwehrgerätehaus, dann werden uns sicher schnell herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen ins Gedächtnis kommen. In diesem Jahr meinte es der Wettergott nicht ganz so gut mit uns. Zwar zeigte sich das Wetter besser als angekündigt, einige Schauer sowie eine gewisse „Maikühle“ bestimmten dann aber doch den Tag. Doch davon ließen sich sowohl die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr sowie viele Gäste, nicht nur aus Schwiegershausen, abhalten. Dank der Pavillons sowohl Zelt und Schirmen konnten ausreichend Sitzmöglichkeiten im Trockenen aufgebaut werden. Diese waren auch zu fast allen Zeiten gut ausgelastet. Leidtragend waren dagegen die Kinder: aufgrund des Wetters konnte keine Hüpfburg aufgebaut werden.
Wusste wie jedes Jahr mit launigen Worten in seiner Predigt zu überzeugen: Pastor Stefan Schmidt.
Der Himmelfahrtstag begann wie gewohnt mit einer Andacht durch Pastor Schmidt, unterstützt durch den Feuerwehrmusikzug, der auch die weitere musikalische Unterhaltung der Tagesveranstaltung übernahm.
Unterstützend tatkräftig: die Damen des Roten Kreuzes.
Ein großes Dankeschön geht an den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes: das Team um Silvia Waldmann übernahm den Kuchen- und Kaffeeverkauf und half in der Küche. Mit viel „Womenpower“ haben sie großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung der Himmelfahrtsfeier!
Erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich: das neue Mehrzweckfahrzeug (MZF).
Das unlängst ersatzbeschaffte neue MZF konnte erstmals der Bevölkerung vorgestellt werden. Ein ausführlicher Bericht über die Neuanschaffung wird demnächst auf unserer Webseite erscheinen.
Vielen Dank sagen wir allen Helferinnen und Helfern sowohl allen Besucherinnen und Besuchern, die den wetterbedingt durchwachsenden Tag dennoch zu einem Erfolg gemacht haben!
Zwei Einsatzkräfte auf dem Weg ins Feuerwehrhaus: da noch Restdrücke in den Flaschen waren, wurden diese per Fußmarsch durchs Dorf aufgebraucht.
Am 11. April wurden die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen gegen 15.30 Uhr durch die Digitalen Meldeempfänger aus ihrer Samstagnachmittagsroutine gerissen. Gemeldet wurden Hilferufe aus dem Kirchendach. Kurze Zeit später rückte das Löschgruppenfahrzeug LF 10 zur Kirche aus. Nach der Erkundung durch den Gruppenführer stellte sich die Lage schnell als Teil der diesjährigen Frühjahrsübung dar. Schnell wurde eine verunfallte Person, ein Dummy, im Bereich des Kirchturms ausfindig gemacht. Noch während der laufenden Rettung gab es dann erneut Alarm über Funk durch die Leitstelle: Rauchentwicklung und vermisste Person im Lehmkuhlenweg! Da nur ein Trupp und der Melder samt Schleifkorbtrage in den laufenden Einsatz gebunden waren, rückte das LF 10 wieder ab und übergab die Einsatzstelle an das zwischenzeitlich eingetroffene Mannschaftstransportfahrzeug. Auch das Kleinlöschfahrzeug KLF aus Uehrde fuhr den Einsatzort Kirchstraße an, da die Lage dort aber beherrschbar und nahezu abgearbeitet war rückte es sofort in den Lehmkuhlenweg nach.
Dort galt es den zweiten Teil der Frühjahrsübung abzuarbeiten. In einer Gartenhütte kam es zu einer starken Rauchentwicklung, überdies wurde eine Person vermisst. Sofort wurde die Menschenrettung durch den Angriffstrupp unter Atemschutz durchgeführt. Die Brandbekämpfung erfolgte dann über zwei C-Rohre. Nach „Feuer aus“ brachte ein weiterer Trupp den Hochdrucklüfter in Stellung. Somit war auch dieser Teil der Übung abgearbeitet.
Primäres Ziel der Frühjahrsübung war laut Ortsbrandmeister Kai Tostmann die Kommunikation der eingesetzten Einheiten untereinander mit der besonderen Herausforderung, zwei Einsatzlagen zur gleichen Zeit abarbeiten zu müssen. Bei der anschließenden Manöverkritik wurden dazu entsprechende Punkte angesprochen. Ortsbrandmeister Tostmann wie auch Stadtbrandmeister Lars Kreiter zeigten sich abschließend zufrieden mit dem Verlauf der Übung.
Damit endete eine einsatzreiche Woche für die Kameradinnen und Kameraden aus Schwiegershausen und Uehrde. Denn neben der Frühjahrsübung galt es auch zwei Hilfeleistungseinsätze abzuarbeiten.
Frei zugänglich und gut sichtbar: der neue Defibrillator am Feuerwehrgerätehaus Schwiegershausen.
Seit einigen Tagen hängt an der Außenwand des Schwiegershäuser Feuerwehrgerätehauses ein kleiner, silberner Kasten. In ihm ist ein sogenannter „Automatisierter Externer Defibrillator“ (AED), im Volksmund kurz „Defi“ genannt, installiert. Dieser ist frei zugänglich und kann dank einer direkt neben dem Kasten hängendem Tafel mit Bild- und Texterklärung schnell und unkompliziert von jeder und jedem verwendet werden. Ein weiterer AED befindet sich in der Mehrzweckhalle Schwiegershausen, dieser ist allerdings nicht rund um die Uhr zugänglich.
Wie geht´s? Steht alles auf der Tafel.
Im Falle eines plötzlichen Herzstillstands können Helferinnen und/oder Helfer nach Wählen des Notrufs selbst tätig werden. Durch die App „Region der Lebensretter“ werden auch einige Feuerwehrkameraden aus Schwiegershausen sofort von der Leitstelle in Göttingen alarmiert und können unterstützend dazu kommen bis der Rettungsdienst eintrifft. Hierüber haben wir bereits berichtet:
Sicherheitsbeauftragter Andre Schreiber notiert am Whiteboard die Gefahren bei Hochwasser.
Es ist ein geflügeltes Wort, was fast jede(r) kennt: „UVV macht heute blau!“
Mit „UVV“ sind die sogenannten Unfallverhütungsvorschriften gemeint, die nicht nur im Berufsleben ihre Daseinsberechtigungen haben sollten, sondern auch bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Dass die UVV bei uns nicht blau macht, beweist der Jahresbericht vom Sicherheitsbeauftragten Andre Schreiber für das Dienstjahr 2025. Dank umsichtigen Verhaltens aller Kameradinnen und Kameraden gab es keine meldepflichtigen Unfälle. Dies liegt sicher nicht zuletzt auch an der regelmäßigen Schulung zum Thema UVV, die an der Spitze des neuen Dienstjahres steht. In diesem Jahr fand dieser Dienst erstmals nicht in Anwesenheit der gesamten Einsatzabteilung statt, sondern beide Gruppen hielten ihn getrennt ab.
Die leere Folie der PP-Präsentation ist keine faule Absicht, sondern Animation zur Mitarbeit der Gruppe.
Das diesjährige Thema war „Sicherheit bei Extremwettereinsätzen“. Nach einem sehr anschaulichen Film der Feuerwehrunfallkasse (FUK) wurden diese in die drei Bereiche Hochwasser, Stürme und Vegetationsbrandbekämpfung unterteilt. Nun galt es, mögliche Szenarien zu jedem Bereich rauszuarbeiten, die verschiedenen Gefahren zu analysieren und vor allen Dingen auch herauszufinden, wie mit eben diesen Gefahren umzugehen ist.
Welche Szenarien gehören zu Unwettereinsätzen? Nachdem dies im Plenum besprochen wurde, veranschaulichte die PP-Präsentation dies noch einmal in Schrift und Bild.
Mittels PowerPoint-Präsentation und Whiteboard konnte der UVV-Dienst multimedial gestaltet und die Gruppen aktiv mit einbezogen werden. Unser Schulungsraum bietet dazu alle Möglichkeiten.
Der Dank geht an dieser Stelle an unseren Sicherheitsbeauftragten Andre Schreiber, der es wieder verstand einen interessanten Dienst zum Thema UVV anzubieten. Die Gruppenführer werden sicher einige Thematiken in ihre Dienste mit einbinden, auch in der Hoffnung, 2026 wieder als unfallfreies Jahr abschließen zu können.
Gruppenfoto mit Gästen: für ihre Leistungen wurden wieder viele Kameradinnen und Kameraden geehrt oder befördert.
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte Ortsbrandmeister Kai Tostmann nicht nur viele Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung begrüßen, sondern auch einige Gäste. Aus der Kommunalpolitik nahmen Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader und Uehrdes Ortsvorsteher Martin Brünig an der Versammlung teil. Auch Ehrenortsbürgermeister Helmut Kamper und der langjährige Ortsbürgermeister Wolfgang Wode konnten begrüßt werden. Die Stadt Osterode am Harz war durch Bürgermeister Jens Augat und Fachbereichsleiterin Thoskild Lätsch vertreten. Von Seiten der Feuerwehr kamen Osterodes Stadtbrandmeister Lars Kreiter und der stellv. Abschnittsleiter des Brandschutzabschnittes 3 des Landkreises Göttingen Markus Herzberg, zugleich 1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Osterode am Harz.
Bürgermeister Jens Augat
Ortsbürgermeisterin Kathrin Schrader
Stellv. Abschnittsleiter Markus Herzberg
In Ihren Grußworten dankten Bürgermeister Augat und Ortsbürgermeisterin Schrader der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen für die geleistete Arbeit im Jahr 2026. Augat konnte die Versammlung darüber informieren, dass die Stadt Osterode viel Geld in ihre Freiwillige Feuerwehr investiert, was u.a. durch den bevorstehenden Bau des gemeinsamen Gerätehauses der Ortswehren Förste und Nienstedt deutlich wird. Kathrin Schrader thematisierte den Großbrand der ehemaligen Gastwirtschaft „Zur Linde“ sowie die in Eigenregie durchgeführte Neuanschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges. Kamerad Markus Herzberg nahm erstmals an einer Versammlung in Schwiegershausen teil und sprach von aktuellen Themen die die Kreisfeuerwehr sowie den Kreisfeuerwehrverband betreffen. So konnte er betonen, dass der Bau der neuen FTZ bei Ebergötzen aktuell voll im Bau- und Kostenrahmen liegt.
Ortbrandmeister Kai Tostmann
In seinem Jahresbericht konnte Ortsbrandmeister Tostmann von einem arbeits- und einsatzintensiven Jahr sprechen. So habe man an Himmelfahrt das 130-jährige Bestehen feiern können. Arbeitsintensiv waren die Vorbereitungen rund um die Gründung des Feuerwehrvereins sowie die strategische Neuausrichtung des Fahrzeugparks.
Neu und alt: als Ersatz für das alte MZF wurde ein VW Crafter mit 400kg-Rampe im Heck beschafft, dieser wird z.Zt. zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. (Foto: Jonas Bierwirth)
Mit 61 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist die Einsatzabteilung derzeit gut aufgestellt. Hinzu kommen 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, 33 Kameraden in der Altersabteilung sowie 386 fördernde Mitglieder.
Neben 30 Diensten der Dienstagsgruppe und 12 Diensten der Mittwochsgruppe wurden viele weitere dienstliche und kameradschaftliche Treffen aller Abteilungen durchgeführt. Das Dienstbuch weist für 2025 insgesamt 273 Einträge aus.
Einer der größten Einsätze in der Geschichte der Ortsfeuerwehr Schwiegershausen: Am 26. November 2025 brannte das ehemalige Gasthaus „Zur Linde“ in der Osteroder Straße. (Foto: Kathrin Schrader)
Die Einsatzstatistik weist 16 Einsätze auf. Diese gliedern sich in 3x überörtliche Brandeinsätze (Düna; Osterode [Netto]; Lerbach), 5x Brandeinsätze in Schwiegershausen (davon 3x „Zur Linde“) sowie 6x Hilfeleistungen und 2x Brandsicherheitswachen Osterfeuer Schwiegershausen und Uehrde.
Mit Blick auf den Großbrand „Zur Linde“ dankte der Ortsbrandmeister der Bevölkerung für die Unterstützung bei der Verpflegung und unterstrich den großen Zusammenhalt des Ortes.
Beisitzer Musikzug Marcel Sonntag
Jugendfeuerwehrwart Marlon Sonntag
Sicherheitsbeauftragter Andre Schreiber
Stadtbrandmeister Lars Kreiter
Kassenwartin Jessica Kamps
Der Feuerwehrmusikzug kann aktuell auf 22 Musikerinnen und Musiker zurückgreifen. 2025 absolvierten sie 43 Proben und 46 Auftritte.
Die Jugendfeuerwehr ist mit 16 Mitgliedern derzeit sehr gut aufgestellt. Näheres zum Jahresbericht von Jugendfeuerwehrwart Marlon Sonntag gibt es hier.
Dank umsichtigen Verhaltens aller Kameradinnen und Kameraden brauchte Sicherheitsbeauftragter Andre Schreiber keine meldepflichtigen Unfälle bearbeiten. Erfreulicherweise wurde eine G26-Erstuntersuchung erfolgreich durchgeführt. Diese Untersuchung ist der Grundstein für eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. In diesem Zusammenhang dankte der Sicherheitsbeauftragte dem Atemschutzgerätewart Patrick Großkopf für dessen geleistete Arbeit.
Aus Alt mach Neu: links das Schulterstück eines „Löschmeisters“, rechts die neue Ausführung „Brandmeister“ (Foto: Marcel Sonntag).
Stadtbrandmeister Lars Kreiter ging auf die Umstellung der Dienstgrade und der Dienstkleidung gemäß Novellierung der Niedersächsischen Feuerwehrverordnung ein. Während die Mannschaftsdienstgrade (Feuerwehrmann-Anwärter bis Erster Hauptfeuerwehrmann) gleich bleiben, gibt es die Laufbahn der „Löschmeister“ nicht mehr. Diese heißen jetzt „Brandmeister“. Aus den bisherigen Brandmeistern werden „Brandinspektoren“. Die Stadt Osterode hat die neuen Dienstgrade zum 1. Januar 2026 eingeführt, die neue Dienstkleidung soll mittelfristig folgen. Des Weiteren lieferte der Stadtbrandmeister Zahlen, Daten und Fakten aller 11 Ortswehren. Auch zu den Großbränden im Stadtgebiet, zu denen vermehrt auch die Ortsfeuerwehr Schwiegershausen alarmiert wurde, nahm Kreiter Stellung.
Kurz und prägnant war wie immer der Kassenbericht von Jessica Kamps.
Musikalisch umrahmt wurde die Jahreshauptversammlung vom Feuerwehrmusikzug unter der Leitung von Thomas Jünemann, bis kurz nach Mitternacht sorgten die Musikerinnen und Musiker für den guten Ton. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Ganz traditionell gab es reichhaltige Stümpelteller und Brot. Aber auch selbstgemachter Kochkäse und „Mops-Fisch“ standen auf den Tischen.
Höhepunkt einer jeden Jahreshauptversammlung sind Ehrungen. Aber auch Wahlen und Ernennungen standen auf der Tagesordnung – hier die Übersicht:
Wahlen
Kassenprüferin Lara Mißling
Ernennung
Gruppenführer Dienstagsgruppe Jannik Loch
Ehrungen
25 Jahre aktiver Dienst – Niedersächsisches Ehrenzeichen Christoph Köhler und Jonas Bierwirth
25 Jahre aktive Mitgliedschaft im Musikzug Frederik Berner; Anna-Sophie Kreinacke; Bianca Wode; Melanie Wode; Steffi Wode; Bastian Strüver (nicht anwesend, Ehrung wird nachgeholt)
10 Jahre aktive Mitgliedschaft im Musikzug Manfred Fischer und Lothar Grüneberg (nicht anwesend, Ehrung wird nachgeholt)
Ehrungen für langjährige fördernde Mitgliedschaft Frederik Berner; Eckhard Bruchmann; Bernd Dunemann; Lothar Hildenbrand; Anna-Sophie Kreinacke; Andreas Losiak; Jürgen Großkopf; Michael Möglich; Oliver Piz; Bianca Wode; Nino Sachse; Bastian Strüver; Andreas Kreutz; Helmut Wode (jeweils 25 Jahre) Willi Bierwirth und Wolfgang Bode (jeweils 50 Jahre)
Beförderungen
Feuerwehrfrau / -mann (Beförderung aufgrund Teilnahme Lehrgang Qualifikationsstufe Einsatzfähigkeit [QS1]) Linna Göldner; Jannis Waldmann; Nele Wode; Robin Kasper (nicht anwesend, Beförderung wird nachgeholt)
Hauptfeuerwehrfrau (Beförderung aufgrund Teilnahme Lehrgang Truppführer) Kira Tostmann
Oberbrandmeister (neue Form) (Beförderung aufgrund Dienststellung Gruppenführer) Marcel Sonntag
Erster Hauptbrandmeister (neue Form) (Beförderung aufgrund Dienststellung stellv. Ortsbrandmeister) Niklas Buchwald (Beförderung aufgrund Dienstzeit) Frank Sonntag
Text: Marcel Sonntag Fotos: Julia Schröter; Kira Tostmann
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.