Hydrantenkontrolle

Erstmals tagsüber an einem Samstagvormittag fand die jährliche Hydrantenkontrolle in den Ortschaften Schwiegershausen und Uehrde statt. Organisiert wurde die Aktion vom stellv. Ortsbrandmeister Niklas Buchwald, der auch die verschiedenen Routen und Gruppen eingeteilt hat. Jede Gruppe war gemischt: Aktive und Mitglieder der Jugendfeuerwehr arbeiteten gemeinsam.

Die Sicherstellung der Löschwasserversorgung durch Hydranten ist ein elementarer Baustein zur Sicherstellung des Brandschutzes. In Schwiegershausen und Uehrde gibt es dazu 116 Unterflurhydranten. Das bedeutet, dass lediglich eine unterirdische Armatur an der Trinkwasserleitung angeflanscht ist, an welche im Bedarfsfall ein sogenanntes Standrohr befestigt werden muss. Gekennzeichnet werden diese Art der Hydranten zum einen durch die entsprechende Beschilderung, zum anderen erkennt man sie anhand der markanten oval-förmigen Deckel im Boden.

Eine Trinkwasserleitung mit einem Nenn-Innendurchmesser von 125 mm signalisiert, dass der Hydrant bis zu 1.250 Liter Löschwasser pro Minute zur Verfügung stellen kann.

Der Apell der Feuerwehr an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger: Achten Sie darauf, nie auf einem Unterflurhydranten zu parken, ihn zuzustellen oder den Deckel derart zu verschmutzen, dass er nicht geöffnet werden kann!

Zur Prüfung der Hydranten wird das Standrohr gesetzt und die Leitung wird einmal kurz „gespült“, das heißt nichts anderes als „Wasser Marsch“ auf einen der beiden B- Abgänge um Dreck aus der Leitung zu spülen. Geprüft werden Kriterien wie Zustand des Deckels, der Kappe an der Armatur, Schild und Ablauf. Etwaige Schäden werden dem Wasserversorger (Harz-Energie) gemeldet. Anschließend wird der Hydrant frostsicher gemacht, unter den Deckel kommt eine Plastikfolie. So wird verhindert, dass weiterer Schmutz reinkommt und der Deckel festfriert.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete die Kontrolle in den frühen Mittagsstunden. Die Aktion soll nach Willen des Kommandos im nächsten Jahr nach gleichem Schema wiederholt werden.

Fotos und Text: Marcel Sonntag

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